Radentscheid Bielefeld
Entspannt & sicher Rad fahren von 8 bis 88 Jahren
Radentscheid begrüßt Fördergelder für Radstation

– Pressemitteilung vom 25.1.2026 –
Große Freude beim Radentscheid Bielefeld: Mit 8 Millionen Euro EU- und Landesmitteln sieht die Initiative die Finanzierung für ein zentrales Projekt der Bielefelder Mobilitätswende als endgültig gesichert. Die Radstation am Hauptbahnhof, vom Radentscheid im Mai 2021 als Impuls in die Stadtgesellschaft getragen, könne nun in die Umsetzung gehen.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Vision einer modernen Fahrradinfrastruktur am Hauptbahnhof nun ihr finanzielles Fundament hat“, sagt Daniel Mörchen vom ADFC. „Unser Dank gilt der Stadtverwaltung, der Deutschen Bahn sowie allen weiteren Beteiligten, die beharrlich an der Planung und Beantragung gearbeitet haben.“ Die Initiative hebt hervor, dass dieses Projekt im Stadtrat über politische Grenzen hinweg breit unterstützt wurde. „Wir sehen dies als ein erfreuliches Zeichen, dass die Mobilitätswende ein gemeinsames Anliegen für Bielefeld ist“, so Daniel Mörchen.
Der Radentscheid warnt, dass am Bahnhofsplatz eine hohe Gefahr für Konflikte zwischen den Verkehrsarten bestehe. Damit die neue Radstation ihr volles Potenzial entfalten kann, müsse sie auch intuitiv und sicher erreichbar werden. „Eine klare Trennung von Fuß-, Rad- und Kfz-/Busverkehr ist hier unbedingt nötig“, sagt Sebastian Lisken vom Radentscheid. Wichtig sei außerdem ein Zugangssystem, das eine einfache, spontane und anonyme Nutzung möglich mache, und eine kostenfreie Nutzung in den ersten 24 Stunden. „Nur wenn alle ihren sicheren Raum bekommen und die Radstation niedrigschwellig nutzbar ist, schaffen wir am Bahnhof ein echtes Aushängeschild für moderne Mobilität.“
Der Radentscheid veröffentlicht einen Adventskalender

Erstmals veröffentlichen wir 2025 einen Adventskalender. Mit 24 Bürgeranträgen möchten wir der Stadt kleine, schnelle Lösungen für knifflige Stellen im Radverkehr vorschlagen.
Angeregt wurde die Aktion durch die Online-Umfrage „Wo klappt das Miteinander – und wo hakt es noch?“, die von der Stadt im November durchgeführt worden war. Thema dieser Umfrage war das Miteinander von Rad- und Fußverkehr. Aus den Antworten spricht viel Erfahrung und gegenseitiges Verständnis für die oft schwierige Situation. Einige unser „Kalendertürchen“ greifen problematische Stellen auf, die in der Umfrage immer wieder genannt wurden.
Im Adventskalender beschränken wir uns auf kleinere Maßnahmen, die ohne viel Aufwand gelöst werden könnten. Weitgehend ausgeklammert haben wir Problemstellen, von denen bekannt ist, dass sie schon jetzt oder in Kürze umgebaut werden. Außerdem wurden Orte ausgenommen, für die das Land zuständig ist oder an denen Veränderungen schon seit langem erfolglos gefordert werden. Unser Wunschliste sollte konkret und schnell umsetzbar sein. Wir reichen die Vorschläge als Bürgeranträge nach § 24 Gemeindeordnung NRW bei den Bezirksvertretungen ein und werden über die Reaktionen berichten.
Der Adventskalender kann auf unserer Website verfolgt werden: https://radentscheid-bielefeld.de/adventskalender
Foto von Elena Mozhvilo auf Unsplash
30. Mai: Gedenken an getötete Radfahrerinnen und Radfahrer
Geisterfahrrad (Radentscheid Bielefeld)
Der Radentscheid, der ADFC und die Critical Mass veranstalten am Freitag, dem 30. Mai 2025, um 19 Uhr ab dem Kesselbrink eine Gedenkfahrt zu den vier Ghost Bikes in Bielefeld. Diese weißen Fahrräder stehen zur Erinnerung, als Zeichen der Trauer und zur Mahnung an den Stellen, an denen in den letzten Jahren radfahrende Menschen im Straßenverkehr getötet worden sind.
Ghost Bikes sind inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. Einmal im Jahr findet international ein Silent Ride Day statt. Weiß gekleidete Menschen fahren die Gedenkstätten an, um der Opfer zu gedenken und um nachdrücklich sichere Verkehrsbedingungen einzufordern. Das Ziel heißt Vision Zero – die Zahl der im Verkehr getöteten Menschen soll auf Null zurückgehen.
In diesem Jahr fiel der Silent Ride Day auf den 21. Mai; in Bielefeld wird er 30. Mai, nachgeholt. Startpunkt ist um 19 Uhr der Kesselbrink. Alle Menschen sind willkommen mitzufahren, ausdrücklich auch diejenigen, die sich nicht weiß kleiden können oder mögen. Die gesamte Rundstrecke ist circa zwanzig Kilometer lang. Selbstverständlich können auch Teilstrecken mitgefahren und die Fahrt verkürzt werden. Einen genauen Zeitplan können wir leider nicht angeben, aber dies sind die vier Standorte, die wir anfahren werden:
- Landgericht
- Beckhausstraße / Engersche Straße
- Jöllenbecker Straße / Voltmannstraße
- Babenhauser Straße / Höfeweg
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Der Radentscheid ist eine Bürger*innen-Initiative von Mitgliedern verschiedener Vereine und Verbände sowie zahlreichen Privatpersonen. Vielen Dank!
